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Wien, Herrengasse 11-13

1998 – 2005

Die bis 1996 als Amtshäuser der NÖ Landesregierung genutzten Bauten der Wiener Innenstadt wurden generalsaniert und werden heute als Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und als Veranstaltungszentrum genutzt.

Das Gebäude Herrengasse 11 wurde 1846 / 47 nach den Plänen von Paul Sprenger bereits als Verwaltungsgebäude errichtet, natürlich in der für damalige Verhältnisse großzügigen Form bei Stiegen, Gänge und Raumhöhen. Hier erfolgte im Wesentlichen eine technische Sanierung ohne große räumliche Veränderungen.

Das Gebäude Herrengasse 13 in der heutigen Form entspricht den 1833 verfassten Umbauplänen des Architekten Alois Pichl, der es verstand die seit dem 15. Jahrhundert hier entstandenen kleinen und großen Bauten zu einem Ganzen zusammenzufügen, ohne die gotischen Bauteile, den Renaissancesaal mit dem barocken Deckengemälde, und andere bauhistorisch bedeutende Ausstattungen abzureißen. Sein Konzept schuf ein modernes, klassizistisches Gebäude, während die von den niederösterreichischen Ständen genutzten, und in Wien so beliebten Prunkräume weiter bestehen konnten. Dies entspricht einer auch heute noch gültigen Grundhaltung, von der die Dichte europäischer Städte lebt.

Bei der von uns konzipierten Generalsanierung wurden sämtliche späteren Zubauten abgebrochen und auf den Pichl´schen Bau zwei neue Stockwerke aufgesetzt. Sie ordnen sich der historischen Architektur unter, bieten aber moderne Büroräume und zeigen sich vor allem im Hof in ihrer horizontal betonten Konstruktion. Mit einem neuen Stiegenhaus, einer technischen Neuausrüstung des gesamten Gebäudes, vielen kleinen räumlichen Korrekturen und einer auf der Höhe der Zeit stehenden Restaurierung der denkmalgeschützten Ausstattung war die Generalsanierung eine umfassende Erneuerung, aber dem heutigen Stand der Denkmalpflege entsprechend ohne Veränderung des überlieferten Gesamtbildes.

Trotzdem gelang es eine eigene Handschrift in das Gefüge zu implementieren und zeitgemäße Architektur als Teil des Ganzen hinzuzufügen. Im Kunstraum Niederösterreich und in den Foyers des Veranstaltungszentrums, die im Erdgeschoß in Teilen der gotischen Substanz eingebaut wurden, findet dies statt. Und auch die gläserne Brücke zwischen den Gebäuden Herrengasse 11 und 13 ist eine moderne technische Lösung, die seitens ihrer Transparenz die historische Architektur und den Stadtraum durchscheinen lässt.

Projektleiter
Thomas Vielnascher

Mitarbeiter
Gregor Tritthart, Günter Hanninger, Tanja Pastirova, Günter Gurschl, Christian Tintschef, Peter Pangerl, Andrea Grassmugg, Alexander Mandic, Paul Giuliani, Anna Lindner

Statik
Peter Kotzian & Franz Götschl

Haustechnik
tbW Ingenieurconsult GmbH

ÖBA
Franz Leppa

Nutzfläche 27.600 m2

Bauvolumen netto rund 50 Mill. Euro

Foto
© Pez Hejduk
© Christian Redtenbacher

 

Standort

Wien, Herrengasse 11, 13

Bauherr

Via Dominorum Grundstückverwertungs-GmbH