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Erzdiözese Wien Dachausbau

2004 – 2008

Der unter Denkmalschutz stehende Zwettlerhof bildet zusammen mit dem Erzbischöflichen Palais die südseitige Begrenzung des Stephansplatzes. Eine zweite Hauptansicht richtet sich gegen die schmale Wollzeile, dazwischen liegt der rechteckige, über je zwei Durchgänge erschlossene Hof mit Geschäften, der täglich von vielen Passanten frequentiert wird. Nach einer Aufstockung samt Dachausbau in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts zeigt sich der Zwettlerhof als sechsgeschossiger Bau. Der vorhandene Dachstuhl wurde damals gehoben, die Hauptgespärre wurden durch Stahlrahmen ersetzt. Das durch einfache Kassettenfelder gegliederte Hauptgesims aus Stahlbeton stammt aus dieser Bauphase.

Wegen der unzureichenden bauphysikalischen Qualitäten des Dachausbau und der zahlreichen Schäden an der Bausubstanz wurde die gesamte Konstruktion erneuert, wobei das neue Dachgeschoss im Wesentlichen innerhalb der vorhandenen Gebäudeumrisse bleibt. Folgende Ziele waren zu erreichen: Schaffung von gut belichteten Büroarbeitsräumen in einer flexibel unterteilbaren leichten Tragstruktur; Optimierung des Flächenangebotes durch Nutzung bis dahin nicht ausgebauter Bereiche; klares Erschließungssystem mit geradlinigen Gängen, die über Oberlichtbänder ausreichend mit Tageslicht versorgt werde; barrierefreie Nutzbarkeit der Büro- und Seminarräume; Integration der neuen Haustechnik; Anbindung an das vom Bauherrn genutzte Nachbarhaus Wollzeile 2.

Zum großen Hof hin wurden die Dachflächen soweit aufgeklappt, dass ein umlaufendes Fensterband zur besseren Belichtung der Büroräume eingeschoben werden konnte. Dieses Fensterband hat eine Sonnenschutzblende aus keramischen Lamellen. Im Übrigen erfolgt die natürliche Belichtung über Dachflächenfenster, ergänzt mit zwischen den Kaminköpfen angeordneten, ebenfalls in der Dachebene liegenden Oberlichten und einem großformatigen Fenster gegenüber dem Südturm des Stephansdoms. Die neue Dachkonstruktion wurde aus Fertigteilen in Holzbauweise, kombiniert mit Stützen aus Stahl (beim Fensterband) und Stahlbeton (im Bereich der Mittelmauer) errichtet.

UMBAU FÜNFTER STOCK UND ANDERE BEREICHE

In einer nachfolgenden Bauetappe wurde der fünfte Stock, Teile des 4. Stockes und die Stiegenhäuser nach dem selben Standard wie das Dachgeschoss umgebaut.

Im Keller wurde anstelle der nicht mehr nutzbaren Schutzräume aus der Zeit des 2. Weltkriegs eine Haustechnikzentrale samt Traforaum, auch für die angrenzenden Häuser genutz, eingebaut.

 

Das Projekt wurde in ARGE mit den Architekten Schermann / Stolfa, Wien umgesetzt.

Mitarbeiter
Michaela Chaloupek, Martina Lindner, Peter Turner, Tim Wippich

Statik
Wagner & Co ZT KEG, Wien

Haustechnik
iC consulenten ZT GmbH, Wien

Dachgeschoss inkl. Verkehrsflächen ca. 1.350 m²

Fünfter Stock inkl. Verkehrsflächen ca. 1.600 m²

Foto
Gerhard Lindner

 

Standort

Wien, Stephansplatz 6

Bauherr

Erzdiözese Wien